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Was ist
Stottern?
Stottern
wird normalerweise als Sprachfehler angesehen. Stottern ist tatsächlich
eine extrem komplexe Krankheit, die mit weitaus mehr verbunden ist als nur
dem reinen Wiederholen von Lauten, der Dehnung von Silben und anderen "Unflüssigkeiten".
Stottern betrifft die Person als ganze und kann passender als eine
Kombination aus Sprach-, Kommunikations- und Verhaltensstörungen
beschrieben werden.
Stottern
wird oftmals mit einem Eisberg verglichen, wobei der Sprachfehler nur die Spitze
des Stotter-Eisberges darstellt.
Die
Masse des Stotter-Eisbergs liegt unter der Oberfläche und stellt die
Kommunikations- und Verhaltensstörungen dar. Eine ganze Gruppe von
ungewöhnlichen Kommunikationsmustern und Verhaltensarten gehen einher mit
der "Unflüssigkeit" beim Reden, die die Nichtstotterer
unvermeidlich wahrnehmen:
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Stotterer
vermeiden Augenkontakt mit ihrem Zuhörer. Sie tun dies wahrscheinlich,
weil sie die Reaktion ihres Zuhörers auf ihr Stottern nicht sehen
möchten.
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Stotternde
Menschen haben oft unregelmäßige Atemmuster und sie versuchen, nur mit
wenig oder gar keiner Luft in ihrer Lunge zu reden. Einige Stottere
versuchen sogar zu sprechen, während sie einatmen.
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Einige
Stotterer vermeiden Ihr Stottern, oder versuchen es zu vermeiden, indem
sie auf Ersatzworte zurückgreifen: Wenn sie das Gefühl haben, dass sie
bei einem speziellen Wort stottern werden, ersetzen sie es durch ein
anderes Wort mit einer ähnlichen Bedeutung. Manche Stotterer sind mit dieser
Technik so erfolgreich, dass niemand, noch nicht einmal ihr Ehegatte,
weiß, dass sie stottern.
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Stotterer
benutzen oft unnötige Worte, wie “weißt du”, “angenommen” usw.
Sie haben das Gefühl, dass diese Füllwörter ihnen einen schnellen Start
geben, mit dem sie erfolgreich durch die gefürchteten Worte durcheilen
können.
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Stotterer
neigen dazu, auf Stress mit einem Anspannen der Muskeln ihrer Stimmbänder
zu reagieren. Dies ist wahrscheinlich eine Erklärung dafür, warum das
Stottern unter Stress oftmals noch schlimmer wird.
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Viele
Stotterer verhindern ein Stottern, indem sie vermeiden, gemeinsam zu
sprechen.
Zusätzlich
zu diesen ungewöhnlichen Kommunikationsmustern und Verhalten haben viele
stotternde Menschen negative Gefühle und Wahrnehmungen in Bezug auf das
Stottern und über sich selbst:
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Scham:
Stotterer schämen sich oft wegen Ihres Sprachproblems und ziehen alles in
die Länge, um es zu verbergen.
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Schuld:
Stotterer fühlen sich oft schuldig, dass sie nicht in der Lage sind, das
zu erreichen, was sie erreichen könnten, wenn sie flüssig sprechen
könnten.
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Frustration:
Stotterer fühlen sich oft frustriert durch ihre Unfähigkeit, effektiv mit
anderen Menschen zu kommunizieren.
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Niedrige
Selbstachtung: Stottern ruft oft ein Gefühl von Wertlosigkeit hervor.
All
diese versteckten Faktoren des Stotterphänomens können die Sprachfehler
noch verstärken. Eine Sprachtherapie, die sich nur auf den
Sprachmechanismus konzentriert, ist zum Scheitern verurteilt. Nur durch
einen holistischen Ansatz und eine umfassende Stottertherapie, bei der jeder
einzelne Aspekt des Phänomens berücksichtigt wird, kann erfolgreich Ihr
Stotterproblem aus Ihrem Leben eliminiert werden. Dies sollten
Sie bei der Wahl einer Therapie für das Stottern berücksichtigen.
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