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Was ist Stottern?

Stottern wird normalerweise als Sprachfehler angesehen. Stottern ist tatsächlich eine extrem komplexe Krankheit, die mit weitaus mehr verbunden ist als nur dem reinen Wiederholen von Lauten, der Dehnung von Silben und anderen "Unflüssigkeiten". Stottern betrifft die Person als ganze und kann passender als eine Kombination aus Sprach-, Kommunikations- und Verhaltensstörungen beschrieben werden.

Stottern wird oftmals mit einem Eisberg verglichen, wobei der Sprachfehler nur die Spitze des Stotter-Eisberges darstellt.

Die Masse des Stotter-Eisbergs liegt unter der Oberfläche und stellt die Kommunikations- und Verhaltensstörungen dar. Eine ganze Gruppe von ungewöhnlichen Kommunikationsmustern und Verhaltensarten gehen einher mit der "Unflüssigkeit" beim Reden, die die Nichtstotterer unvermeidlich wahrnehmen:

  • Stotterer vermeiden Augenkontakt mit ihrem Zuhörer. Sie tun dies wahrscheinlich, weil sie die Reaktion ihres Zuhörers auf ihr Stottern nicht sehen möchten.

  • Stotternde Menschen haben oft unregelmäßige Atemmuster und sie versuchen, nur mit wenig oder gar keiner Luft in ihrer Lunge zu reden. Einige Stottere versuchen sogar zu sprechen, während sie einatmen.

  • Einige Stotterer vermeiden Ihr Stottern, oder versuchen es zu vermeiden, indem sie auf Ersatzworte zurückgreifen: Wenn sie das Gefühl haben, dass sie bei einem speziellen Wort stottern werden, ersetzen sie es durch ein anderes Wort mit einer ähnlichen Bedeutung. Manche Stotterer sind mit dieser Technik so erfolgreich, dass niemand, noch nicht einmal ihr Ehegatte, weiß, dass sie stottern.

  • Stotterer benutzen oft unnötige Worte, wie “weißt du”, “angenommen” usw. Sie haben das Gefühl, dass diese Füllwörter ihnen einen schnellen Start geben, mit dem sie erfolgreich durch die gefürchteten Worte durcheilen können.

  • Stotterer neigen dazu, auf Stress mit einem Anspannen der Muskeln ihrer Stimmbänder zu reagieren. Dies ist wahrscheinlich eine Erklärung dafür, warum das Stottern unter Stress oftmals noch schlimmer wird.

  • Viele Stotterer verhindern ein Stottern, indem sie vermeiden, gemeinsam zu sprechen.
     

Zusätzlich zu diesen ungewöhnlichen Kommunikationsmustern und Verhalten haben viele stotternde Menschen negative Gefühle und Wahrnehmungen in Bezug auf das Stottern und über sich selbst:

  • Scham: Stotterer schämen sich oft wegen Ihres Sprachproblems und ziehen alles in die Länge, um es zu verbergen.

  • Schuld: Stotterer fühlen sich oft schuldig, dass sie nicht in der Lage sind, das zu erreichen, was sie erreichen könnten, wenn sie flüssig sprechen könnten.

  • Frustration: Stotterer fühlen sich oft frustriert durch ihre Unfähigkeit, effektiv mit anderen Menschen zu kommunizieren.

  • Niedrige Selbstachtung: Stottern ruft oft ein Gefühl von Wertlosigkeit hervor.

All diese versteckten Faktoren des Stotterphänomens können die Sprachfehler noch verstärken. Eine Sprachtherapie, die sich nur auf den Sprachmechanismus konzentriert, ist zum Scheitern verurteilt. Nur durch einen holistischen Ansatz und eine umfassende Stottertherapie, bei der jeder einzelne Aspekt des Phänomens berücksichtigt wird, kann erfolgreich Ihr Stotterproblem aus Ihrem Leben eliminiert werden. Dies sollten Sie bei der Wahl einer Therapie für das Stottern berücksichtigen.

Klicken Sie  hier, um unsere Auswahl von Therapien für Stottern anzusehen.